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ANNE STRAUSS

Abschieds- & Trauerbegleitung | Nebenberuflich selbständig

seit 2019

#herzüberkopf #empathisch #kleinendingeimleben

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Wieso bist du selbstständig?

Anne im Interview

Ich will Menschen in schwierigen Zeiten dabei unterstützen, neue Situationen anzunehmen und zu gestalten. Gerade für Liebeskummer und Trauer gibt es wenig Anlaufstellen - solche normative Krisen brauchen in der Regel keine Therapie, aber allein ist man schnell überfordert.

Ich will das Tabu um diese vermeintlich negativen Gefühle brechen und dazu anregen, ihnen ihren gerechten Platz einzuräumen.

Ich kämpfe also durch meine Selbständigkeit für meine Ideale - wie schön das ist!

Wo möchtest du in ein paar Jahren mit deinem Business stehen? Wovon träumst du?

Ich möchte mir und meinen Kunden immer mehr Verwöhnung aufbauen: Dafür würde ich als nächstes gern ein Café aufziehen, das neben dem normalen Betrieb auch anregt sich über Trauer und die Welt und Themen, die bewegen, auszutauschen.

Und eines Tages will ich gern auf einem weitläufigen Grundstück am Meer meine Gäste für Trauer-/Liebeskummer-Erholungsurlaube empfangen.

Bis dahin gibt es noch viel zu tun, aber alles ist möglich!

Was ist für dich der nächste Schritt, um dein Business weiter voran zu bringen?

Ich rühre noch kräftig in der Werbetrommel, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Neben dem Connecten mit Dienstleistern aus der Trauer-Branche würde ich gern mehr Menschen mit Liebeskummer anwerben, aber da ist es mir echt ein Rätsel, wie ich diese erreichen soll. Vielleicht hat da jemand eine Idee? : )

Wo findest du neue Inspirationen/ neue Ideen?

Bei den kleinen Dingen im Alltag, die Freude bringen und für mich das wahre Glück sind, in Fachliteratur oder auch im Gespräch mit anderen.

Was sind deine wichtigsten Erkenntnisse aus dem letzten Jahr?

Als Selbstständige ist man meist 24/7 mit seiner Arbeit beschäftigt. Was hilft dir dabei, um abzuschalten - bzw. wobei findest du deinen Ausgleich?

Einfach mal machen und aus jeder Erfahrung lernen. Sich immer wieder öffnen und mehr geben als nehmen.

Mich bringt meine Hündin Daisy immer wieder in den Moment zurück und ist eine große Lehrerin, wenn es um Achtsamkeit und Geduld geht. Ich gehe gern ins Fitness-Studio und stürze mich von Zeit zu Zeit ins kreative Schaffen, wobei dann neue Lieder, Selbstgenähtes oder viele Dreamcatcher entstehen.

Und es gibt für mich nichts schöneres als mit Buch, Kaffee und Hund in der Sonne zu sitzen.

Abgesehen von deinem beruflichen Talent, welche bisher geheimen Superkräfte/ Leidenschaften stecken noch in dir?

Ich liebe Serienmarathons auf der Couch ebenso wie Spaziergänge mit meiner Hündin Daisy, habe eine Vorliebe für Fachliteratur (Trauer, Herzschmerz, Persönlichkeitsentwicklung) und schreibe eigene Lieder.

Würdest du dich wieder für die Selbstständigkeit entscheiden?

Deine Tipps, wenn es mal nicht so gut läuft …

Ja. Dennoch finde ich es schade, dass sich meine Tätigkeit aktuell noch nicht hauptberuflich durchführen lässt. Noch finden zu wenige Menschen den Weg zu mir, die sich durch ihre Nöte hindurch von mir coachen lassen wollen und bereit sind, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen und für diese Dienstleistung zu zahlen. Dabei finde ich es an sich nur logisch, bei Herzschmerz zur Trauerbegleitung zu gehen. Bei Zahnschmerzen geht man ja auch zum Zahnarzt...

Tee trinken, jedem Gefühl Raum geben und für kummervolle Phasen Taktiken parat haben, die beruhigen und stärken. Dabei ist auch ein unterstützendes soziales Netzwerk hilfreich.

Und sich immer bewusst sein (angelehnt an Louise Hay): Du bist genau an dem Punkt, an dem du gerade sein sollst!

Das wolltest du schon immer mal loswerden…

Zum Thema Trauer noch: Sie fühlt sich für niemanden schön an, aber sie gehört dazu und hat schon auch ihren heilenden Sinn.

Zum Leben gehören eben auch schwere Seiten. Ich wünsche mir, dass wir wieder zu einem gesunden und selbstverständlichen Umgang mit der Trauer finden und bereit sind auf unsere Gefühle zu hören und unserer Intuition zu folgen.

Und ein kleiner Tipp noch zum Umgang mit einer trauernden Person: Wenn du dir unsicher bist, wie du dich verhalten sollst, frag sie einfach! Es ist ja der gleiche Mensch wie vorher und Trauer ist keine Krankheit!